Dichterwerkstatt

Jede Woche am Mittwoch findet an der Ilztalschule die Dichterwerkstatt statt. Es treffen sich immer andere Kinder und schreiben gemeinsam Gedichte. Als Anregung dient uns meist ein Gedicht aus dem "Arche Kinder Kalender", eine Gedichtesammlung mit Gedichten aus aller Welt. Die entstandenen Gedicht werden jede Woche auf dieser Seite veröffentlicht....


Am 12.12.18 machten wir das Schlittschuhfahren zu unserem gemeinsamen Thema. Das Gedicht "Auf der Eisbahn" von Andreas Tretner (im tschechischen Original von Chrudos Valousek) war uns dabei ein Vorbild.

Auf dem Eis

"HOPP HOPP HOPP!"
Was höre ich da?
Ein Eisbär.
Er hüpft auf dem Eis.
"SPLIT SPLIT SPLIT!"
Es ist das Eis.
Es zerbricht.
Schnell weg hier Eisbär!

Marie Z.

Auf dem Eis

Auf dem Eis mit vollem Mut
hüpft das Häschen mit ganz viel Mut
ganz geschwind
und schnell wieder weg.

Janina

Im Wald auf der Eisbahn

Ich gehe in den Wald.
Da hat doch was gefunkelt!
Es ist der See.
Oh nein, jetzt bin ich mitten drauf!
Huh, es ist nicht zerbrochen.
Aber wie komme ich wieder runter?
Da kommt ein Hirsch. Gerettet!
Ich bin wieder draußen.
Jetzt geh ich wieder heim
ins trockene Haus.

Mira

Vögel auf dem Eis

Im Wirbel tanzen Vögel 
und drehen fröhlich Pirouetten.
Dann auf einmal macht es "PUSCH!" und
das Eis ist kaputt.
Da ist der eine Vogel weg.
Oh Schreck!

Anneli und Marie F.

Die Krebse auf dem Eis

Die Krebse schlittern übers Eis.
Sie kommen nicht mehr runter.
Was machen sie in der Angst?
Sie kratzen sich die Wunden auf.
Sie verbinden sich ganz schnell.

Elisabeth

Eisbahn

Ich gehe um die Eisbahn rum.
Soll ich Schlittschuh fahren?
Schließlich steig ich auf das Eis
und vor lauter Übermut
drehe ich ganz wilde Pirouetten.
Unter den Kufen kreischt das Eis.
Da spring ich hoch. Oh schreck!
Das Eis bricht ein!

Sophia

Eisgegacker mit Glück

Die Hühner gackern hin und her
und drehen sich im Kreise.
Und mit Gezwitscher kommt herbei
eine kleine Meise.
Jetzt schlittern sie gemeinsam
über das Eis hinweg
und jauchzen vor Glück.
Das war der schönste Tag des Lebens,
daran denkt man gern zurück.

Matilda Lederer


Am 5.12.18 schrieben wir in der Dichterwerkstatt über "brave" Kinder. Die Idee dazu gab uns das Gedicht "Der kleine Hans Hinkel" von Sybil Gräfin Schönfeldt (angelehnt an einen englischen Kinderreim).

Dezember

Im Dezember kommt der Nikolaus.
Doch an demselben Tag,
holt Niklas den Teller mit den Plätzchen für den Nikolaus
und sagt geschwind:
Was bin ich doch für ein braves Kind.

Marie F.

Ich nehm einen Apfel ganz schnell heraus,
beiß hinein.
Man merkt es kaum.
Dann leg ich ihn geschwind hinein.
Wie brav kann ich denn da noch sein.

Fabian S.

Weihnachtsgebäck

Der kleine Hans Hinkel
sitzt in der Eck in seinem Süßigkeitenversteck.
Er nascht von den Plätzchen, 
vom Weihnachtsgebäck.
Er lacht und sagt:
"Was bin ich nur für ein braves Kind!"
und futtert weiter ganz geschwind.

Matilda Lederer

Der Apfelkorb

Ich nehm mir einen Apfel, 
beiß ganz schnell ab
und lege ihn zurück geschwind,
was bin ich denn für ein braves Kind.

Matilda H.

Der kleine Hase

Ich mach das erste Türchen auf 
und wieder zu geschwind.
Was bin ich nur für ein braves Kind.

Janina

Die Schokolade

Ich gehe in die Speisekammer
und schnappe mir eine Schokolade.
Beiße schnell hinein
und leg´sie schnell wieder hinein.
Und sage: "Was bin ich doch für ein braves Kind!"

Annelie und Marie Z.


Am 28.11.18 schrieben wir über den Schlaf der Tiere. Anlass gab uns ein italienisches Gedicht von Giovanna Zoboli, das von Maja Pflug ins Deutsche übersetzt wurde.

Blumenbeet

Heia heia im Blumenbeet
Alle die müd sind, versammeln sich
zum Schlafen.
Das Reh sucht sich einen Baum mit Moos.
Der Esel sucht sich ein Haus
zum Party machen.

Maja

Schlafen

Heia heia in der Wanne
Alle, die müde sind, schlafen gut.
Der Hai blubbert ruhig in der Nacht.
Am Tag aber ruht der Fisch nur.
Auch im Keller da schläft der
Papagei ja in der Ruhe unentdeckt.

Sophia

Im Zoo

Im Zoo ist es Tag.
Alle Tiere sind wach.
Doch da wird´s Nacht. 
Die Eulen sind wach.
Sie gehen zur Jagd in der Nacht.
Ende Gelände

Matilda H.

Heia heia

Heia heia im großen Baum.
Alle die müde sind schlafen kaum.
Weil der Igel schnarcht,
außer der Baum,
der lacht in der Nacht.

Janina

Der Dachboden

Heia heia im Dachboden schlafen alle
schön gemütlich.
Aber die Fledermäuse fliegen herum
und Schleier eulen.
Doch da kommt ein Licht und da erschrecken
sich die Schleiereulen
und Fledermäuse verstecken sich.
Das Licht ist weg.
Ende Gelände

Matilda H.

Im Hochbeet

Heia heia im Hochbeet
da schlaft die Schnecke und
die Maus hüpft munter herum.

Sophia

Der Marienkäfer

Heia, heia in der Lampe
alle die müd´sind,
schlafen gut in der Lampe.
Der Marienkäfer schläft gut
unter der Lampe.
Doch der Mistkäfer weckt 
sie auf. Oh Schreck!
Da ist er weg!
Er sucht schnell das Weite.
Der Mistkäfer ist glücklich,
doch der Marienkäfer schämt sich.

Marie F.


Naturkatastrophen sind ganz einfach zu erklären, oder? Wie im Gedicht "Bäume" von Marianne Holberg (Im niederländischem Original von Geert De Kockere)

 

 

Wasser

Unter dem Wasser da darfst Du nicht schwimmen.
Und wenn du es machst,
dann kommt ein Hai
und dann beißt dir der Hai
in deinen Kopf,
dass es kracht.
Das hat mir der Hai selbst gesagt
und gelacht
und gekackt.

Tobias

Schnee

Oben am Berg im Schnee,
oh je!
Da darfst du nicht rufen,
sonst kommt die Lawine
und spült dich herab.
Sagte der Bär
und rollte sie ab.
Lachte und rief:
"Ha ha ha!"

Sophia

Glatteis

Am gefrorenen Eis,
da darfst du nicht gehn.
Sonst brichst du ein,
sagte der Winter,
brach das Eis 
und lachte dabei.

Sophia

Nass

Im Herbst da darf ich nicht gehn.
Weil da kommt der Regen
und den mag ich nicht sehn.
Weil da werde ich nass.
Das war ein Ast.

Josephine


"Der Sinn einer zweiten Lampe". Für die Erwachsenen mehr Licht, für die Kinder das Ende der Einsamkeit des ersten Lichts. Das niederländische Gedicht "Licht" von Erik van Os & Elle van Lieshout (Deutsch von Marianne Holberg) brachte uns auf die Idee, Lampen oder andere Dinge zum Leben zu erwecken (24.10.2018).

 

 

Licht

Dieses Gedicht ist das Original und wurde von einigen Kindern fortgesetzt:

"Wo willst du denn
mit der Lampe hin, Mama?"
"Nur bis zum Flur
guck, schon hängt sie da."
"Aber warum denn,
da ist doch schon eine."
"Der Flur ist zu dunkelt,
das schafft sie nicht."
Na gut, dann ist das Licht
auch nicht so alleine."

Licht

Sie schaukeln sich zu Tode.

Leo

Licht

Doch was machen zwei Lampen, wenn keiner hinsieht?
Walzer tanzen, Schaukeln, Klettern, Hüpfen, Tanzen, Springen.
Und dann?
Oh Schreck, das Licht geht an!
"Aaaaaah!
Alle auf Position!", rief das eine Licht
und sie liefen zu ihrem Platz.

Sophia

Licht

Aber was machen sie, 
wenn wir schlafen?
Dann retten sie die Welt.
Achso.

Tobias L.

Die Lichterspiele

"Na gut,
dann können sie zusammen spielen, tanzen und Karten spielen."
Und wer sie sieht,
wird auch zur Lampe
und nimmt Teil am Spiel.

Nina

Ende

Es war einmal ein Ende,
das hatte nur zwei Hände.
Und die wollten einen Neuanfang.

Milan

Der Anfang

Es war einmal ein Anfang, 
der hatte zwei Füße
und wollte zwei Hände.
Ende

Tobi L. und Milan

Baby

"Mama, was willst du mit dem Baby, 
wir haben doch schon eins."
"Das ist doch nur ein Ersatzbaby."
"Achso, Mama, dann kann ich jetzt mit zwei Babys spielen."
Und was tut ein Baby, wenn niemand da ist?
Ins Zimmer der Schwester krabbeln, 
in die Badewanne steigen,
das Fernsehkastl runterschmeißen,
Regale ausräumen,
laut sein
und Blumen essen.

Anneli und Marie Z.

Das Brot

Es war einmal ein Brot,
das hatte nur einen Tod.
Und das war es Bröselbrot.

Milan

Bäume

"Was machst du mit dem Baum, Papa?"
"Ich stell ihn in den Schrank!"
"Aber Papa, einer reicht ja nicht!"
"Dann stell ich eben noch ´nen zweiten dazu."
"Ist eh besser, dann ist er nicht so allein."
Aber die Bäume denken ganz anders
und gingen in den Garten
und gruben sich ein.

Marie F.

 

 


Am 18.7.18 stellten wir in unserer Dichterwerkstatt die Welt in Frage....

Die sechs Fragen

Wird die Sonne im Meer untergehn
und der Mond die Welt regieren?
Wird die Welt untergehn?
Und die Vulkane explodieren?
Werden die Menschen aussterben,
die Dinosaurier zurückkehren?
Ich hab noch so viele Fragen

Mathilda H.

Meer…

Wird in der nächsten Sekunde das Meer explodieren?
Wird der Fisch nicht mehr funktionieren?
Und der Wal im karibischen Meer?
Wird der Delfin auch explodieren?
Und die Algen am Boden liegen?
Wird das ganze Meer nicht mehr funktionieren?
Was wird wohl noch passieren?

Sophia

Wird…

Wird in der nächsten Sekunde die Schule explodieren?
Wird der Strom nicht mehr funktionieren?
Werden die Sterne die Welt attackieren?
Wird die Sonne im Meer untergehn?
Werden Aliens unsere Welt attackieren?
Wird ein Vulkan explodieren?
Werde ich vom lieben Gott noch gerettet?

Julie

Fragen

Wird die Sonne plötzlich untergehn
und nur der Mond am Himmel stehn?
Und wird die Schule explodieren?
Und wird das Wasser explodieren?

Elisabeth 


Am 14.3.2018 schrieben wir über interessante Kleidungsstücke. Vorlage dafür war uns ein japanisches Gedicht von Shuntaro Tanikawa.

Das Wetter

Schlüpf durch, erster Knopf!

In den Sonnenschein.

Schlüpf durch, zweiter Knopf!

Hinein in den Regen.

Schlüpf durch, dritter Knopf!

Ui, ein Regenbogen!

Anneli, Theresa H.

Das Wetter

Schlüpf durch, erster Knopf!

Hinein in den Sonnenschein.

Schlüpf durch, zweiter Knopf!

Hinein in den Regen.

Schlüpf durch, dritter Knopf!

In den Schnee.

Julie , Sophia

Der Tag

Schlüpf durch, erster Knopf!

Durch den Tunnel zur Schule.

Schlüpf durch, zweiter Knopf!

Hinein ins Tor an den Mittagstisch.

Schlüpf durch, dritter Knopf!

Aus dem Loch lugt schon das Bett.

Julie, Sophia


Am 07.03.2018 schrieben wir darüber, wie man ein Schulhaus mit Kindern füllt und was in einem solchen Haus alles gearbeitet wird.

Wie man ein Schulhaus füllt

Man holt sich die Kinder

aus den Häusern heraus.

Schickt sie hinein

in das Schulhaus rein.

Gibt ihnen Mäppchen

und Bleistift dazu.

Jetzt lernen sie schreiben

und das ganz schnell im Nu.

Man sitzt sie auf die Bänke,

der Tisch ist dabei.

Schon lernen sie das 2x2.

Theresa S.

 

 


Am 28.02.2018 schrieben wir in der Dichterwerkstatt über Tiere, die tanzend den Frühling begrüßen. Vorbild war uns dabei ein englisches Gedicht aus den USA von David Elliot über einen japanischen Kranich.

Der brasilianische Affe

Was hört er für eine Musik,
bei der er schwingt, von Baum zu Baum?
Es ist ein früher Frühlingstag;
die Affen swingen,
sie swingen im Urwald

Nina und Theresa H.

 

Der deutsche Storch

Was hört er für eine Musik,
bei der er klappert, laut und froh?
Es ist ein früher Frühlingstag;
die Störche sie tanzen,
sie tanzen am Dach.

Sophia und Theresa H.

 

 

Der afrikanische Elefant

Was hört er für eine Musik,
bei der er trampelt, wild und laut?
Es ist ein später Frühlingstanz;
die Elefanten tanzen,
sie tanzen im Sand.

Theresa S.

Das angolische Schwein

Was hört es für eine Musik,
bei der es grunzt und quiekt vergnügt?
Es ist ein früher Frühlingstag;
die Schweine sie tanzen,
sie tanzen im Schlamm.

Sophia

 


Am 31.1.18 schrieben wir über Eigenarten von Tieren und Menschen. Anstoß gab uns dabei ein portugiesisches Gedicht von António Manuel Couto Viana über einen sehr eigentümlichen Strauß.

Die Katze

Die Katze ist ein Tier,
hat Beine und zwar vier.
Doch Katze hin , Katze her,
ich bin Vegetarier, 
das mag ich sehr.
Ihr Fell ist wunderschön,
da kann man sich gut dreh´n.
Kaum sieht sie einen Hund,
dann wird ihr Fell ganz bunt.
Doch soll ich euch was verraten:
In meinem Garten
ist ein Spaten.
Den habe ich geklaut,
denn keiner hat grad hingeschaut.

Die Katze reist ganz gerne,
am liebsten zu den Sternen.
Doch Katze hin, Katze her
mit Instrumenten spielt sie sehr.
Flöte, Trommel- wunderbar.
Die Katze heißt Eulalia.

Julie und Theresa

Das Chamäleon

Das Chamäleon wunderschön
Chamäleon hin, Chamäleon her.
Farbe wechseln fällt ihm schwer.
Doch sein Land gefällt ihm zu gut.

Mathilda H.

Der Fotograf

Ich bin ein Fotograf.
Ich weiß nicht, was ich mag.
Foto hin oder her
Foto machen ist schwer.

Nina

Der Fotograf

Ich bin ein Fotograf 
und meistens ziemlich brav.
Ich klick mal dort,
ich klick mal hier,
doch Foto machen fällt mir schwer.
Doch Foto hin und Foto her,
Foto machen fällt mir schwer.
Ich weiß, ich bin nicht normal
und mein Kopf ist kahl.
Und mein Pullover ist bunt
und mein Bauch ist kugelrund.

Mathilda L.

Der Fotograf

Ich bin ein Fotograf,
bin meistens auch sehr brav.
Doch Foto hin, Foto her,
Foto fällt mir schwer.
Kaum sieht er eine Polizei
rennt er weg,
gleich um die Eck.
Im Gebüsch sitzt er nun
und gackert wie ein Huhn.

Theresa


Am 20.12.2017 schrieben wir in unserer Dichterwerkstatt Gedichte aus der Sicht von Schneemännern. Vorbild war uns dabei das englische Gedicht "BRRRR".

Der Schneemann

Der größte Schneemann auf der Welt
heißt Rudolf,
dem´s nicht gefällt.

Ich bin weiß und aus Eis,
meine Augen sind schwarz wie Kohle.
Meine Nase ist eine Gummikarotte.
Mein Hut ist ein Blumenkranz.

Der kleinste Schneemann auf der Welt
heißt Peter,
dem´s nicht gefällt.

Matilda H.

 

 

Der größte Schneemann

Der größte Schneemann wurde gebaut
aus einem rosa Kleid und aus ´ner Mütz.
Die Mütz war ein Topf.
Und jetzt ist´s aus.

Nina


Am 29.11.17 schrieben wir Wintergedichte. Vorbild war uns das englische Gedicht "Der Park".

Dezember

Ich bin so froh, 
dass jeden Morgen, wenn ich aufwach,
vom 1. bis zum 24. Dezember,
der Adventskalender,
so schön gefüllt ist,
wie die Plätzchen in der Dose.

Sophia

Saußen

Ich bin so froh am Berg zu wohnen.
Wenn endlich der Schnee liegt,  
sauße ich vom Berg.
Sauße und am Wald bleib ich stehn.

Matilda H.

Bergfahrt

Ich bin so froh,
am Berg zu wohnen.
Weil ich da runtersaußen kann,
bis mich der Wald stoppt.

Julie

Weihnachtsduft

Ich bin so froh,
über die Düfte in den Lüften
in der Winterzeit,
die aus der Küche kommen.
Die Gerüche von Vanille und Plätzchen,
die mich sonnen.

Julia

Das kleine Licht

Ich bin so froh,
wenn Winterzeit ist.
Drinnen da brennt ein Licht am Fenster.
Es lockt die Vögel von fern und nah
sind sie bei uns am Fenster,
dann heißen wir sie willkommen.

Matilda L.

Düftemeer

Ungefähr Anfang Dezember 
bildet sich ein großes Düftemeer.
Ich mag den Geruch sehr
und freue mich jedes Jahr über ihn.

Matilda L.


Am 21.11.17 schrieben wir über Farben und ihre Wirkungen. Die Idee dazu gab uns das Gedicht "Gleichsein" von Leelo Tungal.

Farben

Blau-weiß der Winter.
Rot- orange der Herbst.
Grün-gelb der Frühling.
Ganz bunt der Sommer.

Sophia

Die Farben

Blutrot bedeutet Tod.
Wenn du am Knie bist blau,
sagst du "au!"
Bunt ist fast überall dabei,
auch in Klamotten sind sie weder eins noch zwei.
Bunt hin, bunt her,
jeder mag die Farben sehr.
Braun ist die Erde und der Baum.
Doch auch Grün ist weder toll noch grün.

Theresa

Farben

Die Bäume sind bunt.
Einer rot, das steht für Tod.
Einer blau, auh!
Aber Rot steht auch für Liebe.
Die Sommersonne ist gelb.
Braun ist der Baum.
Am Schluss sind alle bunt,
auch der Hund.

Nina

Farben

Blau-weiß bedeutet Winter.
Grün-gelb ist der Frühling.
Sommer ist eine schöne, kunterbunte Zeit.
Doch irgendwann ist sie auch vorbei.
Doch da kommt der Herbst.
Er ist rot-orange und dann ist das Jahr auch mal wieder vorbei.

Julie


Das französische Gedicht "die Reise der Pinguine" gab uns die Idee für folgende Gedichte (15.11.2017)...

Der Winterschlaf der Igel

Es schneit in der Stille,
es schneit in der Leere.
Die Igel rollen sich zusammen.
Noch lange haben sie sich Essen gesucht.
Aber jetzt ist es soweit,
es schneit.

Theresa

Die Ente im Sommer

Die Sonne scheint,
die Ente meint:
"Ach, ist es heiß!
Ich will jetzt schwimmen und
sonst nichts."

Sophia

Der Schlaf des Eichhörnchens

Es schneit in der Stille.
Es schneit in den Wald.
Die kleinen Eichhörnchen laufen aus ihrem Versteck.
Sie holen ihren Vorrat aus der Erde.

Julie

Der Sommer ist da

Die Sonne scheint.
Die Ente meint:
"Ich glaub ich geh ins Schwimmbad.
Denn mir ist heiß,
ich will ein Eis.
Mit zehn Kugeln drauf.

Theresa


Am 8.11.17 wurden folgende "Staccato- Gedichte" in der Dichtewerkstatt geschrieben. Vorbild war uns das englische Gedicht "DIRTY!"

6 Uhr.
Kam von der Schule.
Wo warst du?
Spielen!

Schnee
Voll Schnee. Kopf bis Fuß.
Nass.
Was hast du gemacht?
Schlittenfahren!

Dreck
Dreck im Haar.
Stopp!
Geh duschen!

Sophia

Wuff!
Wuff, Wuff!
Wer kommt denn da?
Halt! Stopp!
Wuff!
Ach so, ihr seid´s.

Julie


Diese Gedichte entstanden am 20.9.17 in unserer Dichterwerkstatt. Kurz und knackig...

Einen Hund gefunden,
an eine Leine gebunden.
Er geht mit mir mit,
dann sind wir alle fit.

Anneli

Einen Faden gefunden ,
eine Schlinge gebunden.
In die Wälder gegangen,
einen Rotmilan gefangen.

Eine Leine gefunden,
einen Hund gebunden.

Nina

Einen Stift mitgenommen
und ein Baum hat Farbe bekommen.

Marie

Eine Leine gefunden,
einen Hasen gebunden.
Ich habe einen Strohhalm gefunden
und das ganze Meer ausgetrunken.
Ich hab einen Freund gefunden
und ihn an einen Baum gebunden.
Zehn Stifte gefunden
und ein Federmäppchen gebunden.

Franz

Einen Faden gefunden,
einen Baum gebunden,
einmal gezogen
und der Baum ist umgeflogen.
Das Meer ausgetrunken,
einen Krebs gefunden.

Elias


Am 20.07. schrieben drei Schülergruppen diese spannende Geschichte: 

Wie Hatschi Ben Hatschi seinen Schnupfen besiegte

Das Eichhörnchen Hatschi Ben Hatschi hatte von Geburt an einen schlimmen Schnupfen. Im Winter war’s am schlimmsten und er musste, wenn er rausging die ganze Zeit niesen. Mit jedem Mal niesen wurde ein kleines Erdbeben irgendwo auf der Welt ausgelöst. Natürlich hatte er keine Freunde, denn bei jedem Niesanfall worden alle in seiner Umgebung weggepustet. Darüber war Hatschi Ben Hatschi sehr traurig und verkroch sich den ganzen Winter über in seinem Kobel. Eines Tages im Frühling kam ein Doktor mit einem großen Koffer des Weges entlang und hörte das Eichhörnchen verzweifelt weinen. Der Doktor folgte dem lauten Weinen bis zum Kobel und fragte: „Was ist denn los, du kleines Eichhörnchen?“ Das Eichhörnchen erzählte von seinem Leid. Der Doktor stellte sich vor: „Ich heiße Dr. Hatzenbatzen und ich habe ein schlaues Buch zur Lösung deines Problems dabei.  Aber leider musst du den Schlüssel dazu selber finden. Eine große Hilfe könnte dafür dir eine Waldkarte sein, die die alte weise Eule besitzt.“

So machte sich das Eichhörnchen mit dem Buch sofort auf den Weg zur alten, weisen Eule. Hatschi Ben Hatschi war schon eine ganze Weile unterwegs, da hörte er plötzlich ein seltsames Rascheln im Gebüsch. Sein kleines Eichhörnchenherz klopfte ihm bis zum Hals und seine Knie schlotterten. „Oh nein! Was ist das bloß?“, dachte er ängstlich. Hatschi Ben Hatschi nahm all seinen Mut zusammen, schnappte sich einen Stock und ging langsam in das Gebüsch. Auf einmal sprang ein Eichhörnchen-Mädchen heraus, stellte sich direkt vor Hatschi Ben Hatschi und fragte: „Wohin des weiten Weges?“ Er erklärte ihr sein ganzes Leid und erzählte ihr, dass er auf dem Weg zur weisen Eule war. „Hast du etwa auch das Nies-Problem?“, fragte das Eichhörnchen-Mädchen verwundert. „Ja!“, rief Hatschi Ben Hatschi aus voller Kehle.

Hatschi Ben Hatschi und Hanna Hatschi machten sich gemeinsam auf den Weg. Auf einmal hörten die beiden ein ganz komisches Geheule. Sie blickten nach oben und sahen wie am Himmel ein ganz komischer Vogel auftauchte. Blitzschnell kletterten sei in die Baumkrone und kamen gemeinsam mit dem komischen Vogel in seinem Nest an. Der komische Kautz sah sie mit strengem Blick an und sagte: „Was macht ihr hier, ihr komischen Kletterkäutze?“ Die beiden erklärten ihre Situation und fragten, ob sie die weise Eule sei. Der komische Kautz sprach mit tiefer, langsamer Stimme: „Oh ja.“ Die weise Eule verschwand in ihrem Nest und suchte laut scheppernd in ihrem Chaos nach der Waldkarte. Plötzlich schmiss sie ein kleines Päckchen an Hatschi Ben Hatschis Kopf und schrie aus ihrem Nest: „Das ist die Karte - und jetzt los ihr zwei!“ Eilig falteten die beiden die Waldkarte auseinander und sahen einen Mammutbaum mit einem Kreuzchen darüber in nördlicher Richtung eingezeichnet. Zwei Tage und zwei Nächte liefen sie Richtung Norden und als sie fast schon nicht mehr konnten, fanden sie den Mammutbaum, der tatsächlich ein Kreuzchen auf der Rinde hatte.

Ratlos liefen sie um den Baum herum, denn sie hatten noch keinen Plan, was sie tun sollten. Zufällig lehnte Hatschi Ben Hatschi sich an das Kreuz und wie von Zauberhand sprang darunter ein Türchen im Baum auf. Im gleichen Moment musste Hatschi Ben Hatschi nießen. Mit seinem Nießen hatte er den Code geknackt und gleich darauf fiel von oben ein Ei direkt auf seinen Kopf und zerbrach.

Ein Zettel kam zum Vorschein. Geschickt fing das Eichhörnchen-Mädchen ihn auf. In einer alten Schrift stand darauf geschrieben:

            Geht hundert Schritte Richtung Norden. Dort ist die Lösung des Problems verborgen.

Als sie die hundert Schritte gegangen waren, standen sie vor einem riesigen Felsbrocken. Hatschi Ben Hatschi schleuderte mit aller Wucht einen Stein dagegen und der Fels brach in der Mitte entzwei. Dort tauchte ein alter Schlüssel auf. Aufgeregt nahmen die beiden Eichhörnchen den Schlüssel und steckten ihn in das goldene Schloss, mit dem das Buch versiegelt war.

Das Buch hatte nur eine Seite. Darauf stand geschrieben: „Wenn ihr die obersten Knospen des großen Mammutbaums esst seid ihr geheilt und müsst nie wieder nießen.“

Geschwind rannten sie zurück zum Mammutbaum und tatsächlich sahen sie in den obersten Ästen kleine, grüne Knospen. Wie der Blitz kletterten die beiden hinauf und probierten vorsichtig die Knospen, die sauer wie Zitronen schmeckten.

Seit diesem Zeitpunkt hieß Hatschi Ben Hatschi nur noch Ben und Hannah Hatschi nur noch Hannah.

 

Ende Gelände.


Das englische Gedicht 'Veloziped' gab uns am 31.05.2017 die Idee, uns eigene lustige Fahrzeuge auszudenken...

Der Schneckenschlitten

Die Urschnecke wollte auch mal schneller sein.
Da baute sie sich einen Schneckenschlitten aus einer halben Wassermelone
und Bananen zum Rutschen.

Sophia

Die Giraffe auf dem Bananenboot.

Das Segel ist aus Gurkenschalen,
der Rettungsring ist aus Wassermelonenschalen.
Die Giraffe fährt schnell übers Meer
und dann hatte sie Hunger
und aß das Boot und dann ging sie unter.
Sie konnte sich noch schnell an den Rettungsring klammern.

Julie

Die Maus und das Boot

Die Maus die hat ein Boot.
Das Boot ist aus einer halben Wassermelone.
Das Dach ist aus Bananenschalen.
Heute Abend segelt die kleine Maus nach Haus.

Julia

Die Lokomotaffe

Ururgroßvater lenkt seine Lok
auf kurvigen Wegen
der Höchstgeschwindigkeit entgegen.

Er fährt eine große Lokomotaffe.
Innen toben die Affen wie wild
und draußen klappern die Räder.

Franz


Diese Geschichten entstanden nach einem koreanischen Vorbild, in dem Mäuse bei Mondschein Fußball spielen…

Die zwei kleinen Kaninchen

Ich kam in die Küche und traute meinen Augen nicht. Mitten in der Küche stand das Kaninchen! Oh nein, zwei Kaninchen! Da sah ich erst, das waren nicht irgendwelche Kaninchen. Ronja, Benni! Und auf einmal machte es „Rumms!“.
Die Eier!
Julia W.

Der Fisch
Eines Abends wollte ein Fisch auch mal reiten. Aber auf was? Auf einem Seepferdchen.
Aber kann er das überhaupt?
Sophia

Die Hasen
Die Hasen spielen Fußball in der Sonne. Ein Schrei! Der Hase mit der Nummer 9 lief gegen den Pfosten.
Können Hasen Fußball spielen?
Silvio

Die Kokosnüsse
In einer mondhellen Nacht spielen die Kokosnüsse Basketball.
Ein Kippeln, ein Laufen im Bein der Kokosnuss mit der Nummer 5.
Haben Kokosnüsse Beine?
Franz


"Die Namen der Winde" 
Herbstliche Gedichte entstanden am 5.10.16 in der Dichterwerkstatt...

Herbst

Der Wind der bläst so eisig kalt,
da verliert man glatt den Halt.
Die Blätter fallen jetzt vom Baum,
rot, orange und auch mal braun.
Der Herbst, der war es!
Marlene

Der Herbst

Der Wind fegt die Blätter vom Baum.
Herbst, so heißt er.
Der Wind pfeift in meinen Ohren.
Mir wird frostig. Herbst, so heißt er.
Anton

Der Herbst

In die Wiegen der Baumkronen
fallen die Blätter herunter
und werden immer bunter.
Herbst, so heißt er.
Franz

Maler

Wer malt die Blätter so bunt an?
Ist es der Maler?
War es das Eichhörnchen?
Nein! Es war der Herbst.
Lena


Das Gedicht "Der Traum" von Jean Rivet beflügelte am 15.6.16 auch unsere Dichterträume...

Der Traum

Eines Tages, sagt das Mädchen, ich möchte einen Witz erzählen,
dass alle Welt darüber lachen kann.
Auch der Wind, die Wolken und Tiere und Pflanzen.
Der Wind lacht einen Tornado und die Wolken müssen regnen.
Die Tiere rollen sich vor lauter Lachen zusammen und die Pflanzen werfen Blätter ab.
Elisabeth

Der Traum

Eines Tages, sagte der Junge,
will ich ein Gedicht schreiben.
Es soll so kurz sein und schön,
dass alle Welt es lernen kann,
auch die Hunde und Katzen mit ihren Samttatzen,
sogar die Fische und Tische.
Alle Welt soll es lernen
und nach meinen Namen benennen.
Vitus

Der Traum

Eines Tages sagte das kleine "A" zum "I":
Wollen wir ein Picknick machen?
Das "I" sagte: Ja und wir laden das "B" und "Z" und "S" ein.
Das wird so schön! Das "I" sagte zum "A":
Einen können wir noch einladen.
Da sagte das "A": Der Wind!
Theresa

Der Traum

Eines Tages, dachte ein kleines Mädchen,
ich könnte doch einen kleinen Witz schreiben,
den alle Menschen auf der ganzen Welt lernen können
und die Tiere auf der ganzen Welt.
Die Tiere lachen sich kaputt.
Ha ha ha ha.
Julie

Der Traum

Eines Tages, dachte ein kleines Mädchen,
will ich ein Gedicht schreiben,
das sogar die Menschen auf dem Mond hören,
dass den Hühnern die Federn abfallen. I
ch hoffe, dass alle auf der großen, weiten Welt es hören können.
Mia

Der Traum

Eines Tages, sagte ich, ich schreibe ein Gedicht.
Das alle Fliegen und Menschen und der Wind es wussten.
Und wenn jemand das Gedicht liest,
bekommt er eine Gänsehaut.
Silvio