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28.05.2020 | Martin H

Festakt über Video-Konferenz der Ilztalschule

Sechstklässler präsentierten den Eltern ihre „Kleine Arbeit“

 

Was haben Kräuter, Elektroautos und die Jugendfeuerwehr gemeinsam? Sie sind alle Gebiete für die sich Schüler so stark interessieren, dass sie als Themen für die Abschlussarbeit der Unterstufe ausgewählt wurden.

Am vergangenen Donnerstag war für die Schüler der 6. Jahrgangsstufe an der Ilztalschule der große Tag gekommen, an dem sie ihre „Kleinen Arbeiten“ vor den Mitschülern und auch all deren Eltern präsentieren sollten. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde der Festakt von Kalteneck in eine online-Konferenz verlegt. Hier verfolgten über 30 Teilnehmer aus der Landeshauptstadt, aus Regensburg, aus Grainet, Kirchberg, Tiefenbach und vielen anderen Orten rund um Hutthurm die digitalen Präsentationen.

So ein erwachsenes Publikum stellt eine ordentliche Bewährungsprobe dar, doch aufgrund fleißiger Vorarbeit und Übung konnte es allen gelingen. „Unser Ziel ist es, bei den Kindern diese Freude an der Arbeit, die so typisch für die Ilztalschule ist, zu wecken, indem wir ihnen eine Bühne für Ihr Können geben. Wir wollen erreichen, dass jeder einzelne – egal ob viel oder wenig Talent – am Ende ehrlich richtig stolz auf die eigene Leistung sein kann!“, erklärt Lehrer Martin Hammerer und sein Kollege Jonas Klug ergänzt: „Das macht unsere Kinder nämlich stark fürs Leben. Denn wer gelernt hat, dass er etwas Schwieriges meistern kann, wird sich das immer wieder zutrauen!“

Sechs Wochen hatten sich die Schüler zuvor mit einem selbst gewählten, freien Thema beschäftigt. Das breite Spektrum ihres jugendlichen Interesses reichte neben den eingangs genannten Themen von der Reitkunst des Voltigierens bis zu schwarzen Löchern.

Bei ihren Forschungen kontaktierten die jungen Ilztaler der 6. Klasse auch erwachsene Experten, um sich besondere Fragen beantworten zu lassen. Manche schrieben E-Mails, andere telefonierten.

Um den Vortrag möglichst unterhaltsam und anschaulich zu gestalten, erstellten die Schüler wie gewohnt Präsentationen am PC mit Gliederung, Bildern und natürlich Quellen-Angaben. Eine EDV-Herausforderung war es für alle, ein zugehöriges Handout mit Kopf, Gliederung und wichtigen Informationen zu erstellen. Doch am Ende entstand ein schönes kleines Heft mit der Essenz aller Vorträge, das auf der Homepage bereitgestellt wird.

Den Festabend selbst eröffnete Schulleiterin Irmgard Paulik herzlichen Grüßen an alle Teilnehmer. Fabian und Lukas, zwei ältere Schüler, begrüßten stellvertretend für die Schülersprecher die Gäste und wünschten ihren Mitschülern viel Erfolg. Durch den Abend führte dann Lehrer Martin Hammerer, der als Initiator noch einige pädagogische Gedanken zum Sinn der „Kleinen Arbeit“ vorausschickte. Anschließend präsentierten die fünf Schüler mutig vor den vielen Interessierten. Alle fünf Präsentationen waren spannend aufbereitet und mit viel Mühe zum Detail geprobt. So hatte auch fast jeder Schüler einen echten Gegenstand, den er in die Kamera halten konnte.

Schließlich wurden alle Schüler auch für Ihre Leistung gewürdigt. Das Team der Ilztalschule hatte sich extra aufgemacht und hatte zuvor persönlich vor alle Haustüren eine Überraschung hinterlegt, damit in diesen distanzierten virtuellen Zeiten wenigstens etwas Echtes und Schönes als Wertschätzung zu den Schülern kam. So erhielt jeder Schüler einen riesigen Blumenstrauß und ein wertiges Zertifikat über die erfolgreich abgelegte Kleine Arbeit. Ein detailliertes Feedback erfolgt später im Gespräch mit den Coaches anhand einer Bewertungsmatrix mit 18 Kategorien.

Ein weiteres Highlight für die Freunde der Ilztalschule war die Premiere des Corona-Films, den die Theatergruppe um Pädagogin Angelina Grunst seit Wochen aufbereitet hatte. Am Ende bedankte sich Lehrer Jonas Klug im Namen aller Lehrer bei den Gästen für Ihr Interesse und wünschte einen angenehmen Nachhauseweg mit nur einem Maus-Klick.

Den Abschluss des Abends bildete das Gruppenfoto in der Videokonferenz, auf dem die Freude über den bestandenen Stufenabschluss deutlich zu sehen ist. Viele wuchsen mit dieser Prüfung weit über sich hinaus und gehen nun sichtbar ein bisschen größer durch die Welt.

Wie lässt sich ein so motiviertes Lernen am Erfolg noch toppen? Gespannt kann man hier auf die „Großen Arbeiten“ der Ilztalschüler am Ende des Schuljahres sein. Oder man schaut einfach mal im Alltag vorbei, im Rahmen einer angemeldeten Hospitation. Noch sind einzelne Schul-Plätze frei.