Umfeld

Schule ist überall

Lernen findet dort statt, wo der Einzelne sich gerade befindet: im Leben. Dieses integrale Bildungsverständnis leitet die Aufgabe für die Schule ab, so nah wie möglich zur Realität in Bezug zu stehen.

Von außen nach innen:

  • Das Schulleben soll möglichst lebensnah gestaltet werden und damit von den Schülerinnen und Schüler selbst getragen werden. Daraus ergeben sich selbstverantwortliche Aufgaben im Bereich der Selbstverwaltung, der Selbstorganisation und der Selbsterhaltung.

  • Lernen soll anhand von konkreten Materialien und konkreten Anlässen in einer möglichst anregungsreichen und lebendigen Umgebung erfolgen. Vorgegebene Lernanlässe von Seiten der Pädagogen und natürlicher spontane Lernanlässe aus dem praktischen Lebensalltag bleiben so in Wechselwirkung zueinander.

  • Strukturierte Lernraumarrangements bieten eine Vielzahl von Lernanlässen, die auch individuelle Konstruktionsprozesse zulassen.

Von innen nach außen:

  • Kinder und Jugendliche müssen ihre Kompetenzen in der Wirklichkeit erproben dürfen. Dadurch erfahren sie neue Lernanreize und können Gelerntes erproben.

  • Kinder und Jugendliche müssen ihren Bewegungsradius erweitern können, deshalb stehen den Lernenden Zeitbudgets zur Verfügung, die sie verantwortungsbewusst in Praktika einsetzen können.

Die Ilztalschule sieht sich demnach als Ort des Austauschs: Sie sucht und stellt Kooperationen bereit, dehnt sich in die Umgebung aus und holt die Umgebung an die Schule. Leben und Schule, natürliches und institutionelles Lernen bleiben so in natürlicher Wechselwirkung.

Außerschulische Lernorte

Aufgrund unseres integralen Bildungsverständnisses sind außerschulische Lernorte genauso wichtig wie die Schule als Lernort. Konkret können Bibliotheken, Museen, Naturräume, Betriebe, Experten, Ausbildungsstätten besucht werden. Im Anschluss werden die dortigen Erfahrungen vor der Schulgemeinschaft präsentiert und gemeinsam reflektiert. Durch den Blick nach außen werden drei Hauptziele verfolgt:

  • Eine gestärkte Verbindung zur Umwelt: Die Wildnispädagogik als Spannungsverhältnis von Natur und Technik
    Kinder und Jugendliche sollen zu einem aktiven, kritischen, bewussten, selektiven und produktiven Umgang mit Technik herangeführt werden und darüber hinaus die Funktionsweise von Technologien kennen lernen.
    Andererseits sollen unsere Schülerinnen und Schüler entsprechend eines im Stundenplan fest verankerten wildnispädagogischen Ansatzes (nach Young, Haas - Mc Grown) sowohl ausgewählte Praktiken indigener Völker erlernen, als auch die persönlichkeitsbildende Wirkung der Natur erfahren.

  • Eine frühzeitige und ausgedehnte Berufsorientierung
    Die Lernenden haben ein festes Zeitkontingent, das sie individuell zur Planung ihrer Praktika einsetzen können. So erhalten sie einen Überblick über mögliche Berufsfelder, knüpfen während ihrer Schulzeit bereits Kontakte und können ihre schulisch erlernten Grundlagen in der realen Arbeitswelt als sinnvoll erleben.

  • Partizipation an Kulturen und Fremdsprachen
    Gegenseitige Wertschätzung und Offenheit gegenüber Andersartigkeit wird in der Schulgemeinschaft gelebt und bildet die Grundlage für interkulturelle Handlungskompetenz. Ein längerer Auslandsaufenthalt ist daher bei unseren Jugendlichen ausdrücklich erwünscht und wird von der Schulgemeinschaft mitgetragen. Alle Lernenden werden dazu angeregt, bestehende Weltansichten zu erforschen, alternative Sichtweisen zu erkunden und ihre Denkweise und ihr Verhalten zu überdenken. 

Familie /Eltern

Die Ilztalschule sieht die Zusammenarbeit von Eltern, Pädagogen, Kindern und Jugendlichen als bedingende Notwendigkeit für den Lernerfolg. Folgende Organisationsformen haben wir bereits in der Grundstufe etabliert:

  • Regelmäßige Elterngespräche (1x im Halbjahr)
  • Elterngespräche nach Bedarf
  • Telefonische Erreichbarkeit der Pädagogen am Nachmittag
  • Portfoliogespräch jeweils zum Halbjahr Hospitationen der Eltern
  • Verpflichtende Elternabende ca. alle 8 Wochen Elternbeteiligung: Hier bauen wir auf die Freiwilligkeit des Engagements
  • Wöchentlicher Newsletter der Schule

Die Pädagogen

Wir Pädagogen sehen uns als

  • Lernbegleiter (Wir bestimmen weder das Ziel noch den Verlauf von Lern- und Bildungswegen der Kinder und Jugendlichen)
  • Objektiver Berater /Mentor
  • Lernender in der Gemeinschaft
  • Bezugsperson
  • Potentialentwicklungscoach (den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre individuellen Fähigkeiten möglichst auszuschöpfen
  • Individuelle Persönlichkeit mit eigenen Stärken und Schwächen